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Möbel suchen ein Zuhause: Das IKEA-Haus ist da!

29.10.2014

BoKlok – wohne clever!

Der Möbelriese ist unter die Hausbauer gegangen: „BoKlok“ bedeutet übersetzt in etwa „Wohne clever“ – und nach diesem Prinzip hat der Konzern seine eigenen IKEA-Immobilien geplant. Das Haus made by IKEA wurde bereits in den Regionen Offenbach und Wiesbaden errichtet. 20 Wohnungen in maximal zweistöckigen Mehrfamilienhäusern haben in Deutschland den Anfang gemacht. Grundidee von IKEA-Gründer Ingvar Kamprad war, erschwingliche Häuser und Wohnungen für Familien und Einzelpersonen zu bauen – frei nach dem Motto: „Jeder sollte die Möglichkeit haben, schön zu leben“. Zunächst war die Hauptzielgruppe auf alleinerziehende Mütter und Väter mit geringem Einkommen, junge Singles sowie Senioren begrenzt. Die Nachfrage war dann aber auch von jungen Familien so enorm, dass IKEA mit dem Partner Svanska in Schweden auch Reihenhäuser entwarf und baute.

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„Mein Haus, mein Garten, mein Block“ – Das BoKlok-Haus in Schweden | Foto: IKEA

Hier fühlen sich auch MALM, KALLAX und BILLY zu Hause

Manch einer hat seine komplette Wohnung zu einem Klein-IKEA gemacht und sich vom Kochtopf bis zur Sockenschublade beim beliebten Schweden eingedeckt. Für die ganz eingefleischten Fans gibt es also nun die Steigerung, das IKEA-Haus. Mit BoKlok verschmelzen IKEA-Produkte und Eigenheim in einer einzigartigen IKEA-Symbiose. Doch nicht nur innen sollen die Häuser durch Gemütlichkeit  und schwedisch-wohnliche Atmosphäre bestechen, auch von außen ist nun auf den allerersten Blick erkennbar: Hier wohnt ein bisschen Schweden mitten im Rhein-Main-Gebiet. Passend zum Bild, das wir von Schweden und IKEA im Kopf haben, stehen Familienfreundlichkeit, Funktionalität und schlichter Komfort dabei im Mittelpunkt.

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Typisch schwedisch: Rot-weiße Gemütlichkeit aus Holz | Foto: IKEA

Wohnst Du noch oder lebst Du schon im IKEA-Haus?

Wichtig war den Architekten, dass die BoKlok-IKEA-Häuser alle Anforderungen erfüllen, die junge Familien an ihr Eigenheim stellen. Sie verfügen über viel Tageslicht durch große Fenster und Oberlichter. Auch die Nähe zur Natur spielte eine große Rolle: Balkone, Terrassen oder ein schön bepflanzter Garten gehören zu jeder Wohnung oder zu jedem Haus. Die Planer achteten darauf, dass keine unüberschaubaren Wohnsiedlungen entstanden, sondern stets kleine „neighbourhoods“ mit familiärer und sicherer Atmosphäre.

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Alter Schwede: So schick sehen BoKlok-Siedlungen in Dänemark aus | Foto: IKEA

Die IKEA-Kommune: Tanzende Kinder, Midsommar und schwedisches Essen

Die Häuser sind dabei so angeordnet, dass dazwischen kleine Treffpunkte entstehen. So sind in Schweden, Norwegen, Dänemark und nun auch in Deutschland nicht nur IKEA-Häuser, sondern kleine übersichtliche IKEA-Dörfer mit Rasen, Kieswegen und kleinen gepflanzten Bäumchen entstanden – alles designt vom Möbelriesen. Sofort haben wir die Bilder aus der IKEA-Werbung vor Augen: Tanzende Kinder, Midsommar und schwedisches Essen – skandinavische Lebensart direkt vor der neuen IKEA-Haustür.

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Kleines IKEA-Dorf in Deutschland | Foto: IKEA

Was kann und kostet das IKEA-Haus?

In Deutschland entstehen die Häuser in einer Kooperation von IKEA und Bien-Zenker. Entwurf, Planung und Design stammen von den Architekten bzw. Innenarchitekten von IKEA. Die Einzelmodule des Hauses fertigt Bien-Zenker in seinen Produktionshallen. An einem Tag wird das IKEA-Haus dann fertiggestellt – natürlich nach einer gründlichen Qualitätskontrolle. Das IKEA-Haus ist günstig: Die Wohnungen wurden für einen Kaufpreis ab 99.900 Euro verkauft, die Reihenhäuser ab 179.500 Euro. Diese Preise sind möglich, weil die Häuser nicht unnötig groß sind. Sie verfügen über 108 Quadratmeter: Unten befindet sich ein Wohnbereich, oben die Schlafzimmer. Der Platz ist auf Familien mit etwa zwei Kindern ausgerichtet; überflüssiger Raum wird aus Gründen der Energieeffizienz und Heizkostenreduktion vermieden. Die Häuser sind komplett im Schweden-Stil aus Holz gebaut, um die Energieeffizienz zu erhöhen und entsprechen dem Standard eines KfW 70-Effizienzhauses.

„Was der Deutsche nicht kennt, frisst er nicht“?

Gemütlichkeit und Geselligkeit lautet das Credo. Die Häuser werden zunächst unmöbliert verkauft. Käufer einer BoKlok-Immobilie lädt IKEA jedoch zu einem Einrichtungsabend im Möbelhaus ein – Geschenkgutschein und Einrichtungsberatung von Innendesign-Experten inklusive. Das alles klingt äußerst verlockend und war in Nordeuropa sehr erfolgreich. Nachdem die Häuser in Skandinavien reißenden Absatz fanden, startete man das Projekt BoKlok auf dem deutschen Markt. Doch die Resonanz in Deutschland blieb verhalten – und das, obwohl die Bundesbürger ihre Häuser und Wohnungen seit Jahrzehnten begeistert mit IKEA-Möbeln ausstatten. Dies kann daran liegen, dass das klassische Holzhaus ein in Schweden seit jeher übliches Konzept ist, während man in Deutschland doch eher die massive Stein-auf-Stein-Bauweise bevorzugt. So wird sich in Deutschland also erst einmal nur IN den eigenen vier Wänden etwas verändern – vorzugsweise mit IKEA-Möbeln.

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