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IKEA-Rückgaberecht: Ab September eine neue Kulanzregelung

02.09.2014

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Der Einkauf ohne Nebenwirkung

Stell dir nun also vor, du betrittst ab dem herbstlichen Monat September eine IKEA-Filiale: Das goldgelbe Sofa dort könnte wundervoll in dein renoviertes Wohnzimmer passen – und der Preis stimmt auch. Einige Monate nach deinem Spontankauf gefällt dir das Sofa jedoch nicht mehr: Ob Farbe, Größe oder Bequemlichkeit ist dabei unerheblich. Fest steht: Du willst es zurückgeben. Anders als im normalen Einzelhandel ist der allzu bekannte „Fehlkauf“ bei IKEA in Zukunft Vergangenheit. Einfach den Kassenbeleg mitsamt corpus delicti zu einer IKEA-Filiale bringen. Das anfallende Geld wird anschließend auf eine Guthabenkarte überwiesen, mit der Kunden wiederum bei dem beliebten Schweden einkaufen können.


„…theoretisch auch noch Jahre später“

So ist die Rückgabe von IKEA-Artikeln theoretisch auch noch Jahre später möglich. Die Regelung gilt laut einem Unternehmenssprecher jedoch nicht rückwirkend. Der Versuch, die alte durchgesessene Couch in einer Filiale loszuwerden, wird somit vermutlich scheitern. Das Unternehmen gehe jedoch nicht davon aus, dass die Kulanzregelung auch noch Jahre nach dem eigentlichen Kauf Anwendung finden wird, so der Sprecher weiter. Dänemark und Norwegen verfügen bereits seit etwa drei Jahren über das erweiterte IKEA-Rückgaberecht. Nun zieht auch die Bundesrepublik nach. Hier konnten Kunden bis dato von einer 90 Tage währenden Kulanz Gebrauch machen – sofern die Ware originalverpackt ist und ein Kassenzettel oder eine Rechnung vorliegt.

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IKEA-Deutschland holt international auf

Einen Sonderstatus haben Kunden mit IKEA-Family oder IKEA-Business-Karte. Sie dürfen sich laut Homepage so viel Zeit lassen, wie sie möchten, um ihre Waren auch ohne Kassenbon zurückzugeben. Wer nun jedoch denkt, die neuen Regelungen gelten ab diesem September europaweit, der irrt. In Spanien und dem Vereinigten Königreich beispielsweise tritt ab kommendem Jahr ein 360-tägiges IKEA-Rückgaberecht in Kraft. Informationen des schwedischen Unternehmens zufolge obliegt es jedem Land selbst, wie genau es mit diesem Thema umgeht: „Wir haben die Befristung der Rückgabe intern diskutiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es für unsere Kunden und für uns das Einfachste ist, auf sämtliche Beschränkungen zu verzichten“, so Jürgen Nowatzki, Deutschland-Leiter der Customer Relations bei Ikea.


Online-Konkurrenz oder etablierter Wettbewerb?

Die kulante Regelung kann Experten zufolge verschiedene Ursachen haben. Zum einen sehen manche die zunehmende Online-Konkurrenz als Auslöser. Die Schweden wiederum sehen jedoch die etablierten stationären Wettbewerber in der Verantwortung. Diese gewähren ihren Kunden bereits heute 100 bis 120 Tage Rückgaberecht.

Mit Material von faz.net

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